Frogger lebt: Wie Arcade-Klassiker als Online-Spiele zurückkehren

Frogger lebt: Wie Arcade-Klassiker als Online-Spiele zurückkehren

Frogger lebt: Wie Arcade-Klassiker als Online-Spiele zurückkehren

Kultur findet nicht nur auf der Bühne statt. Spätestens seit der Deutsche Kulturrat Computerspiele 2008 als Kulturgut anerkannt hat, gehören auch Spiele zu dem, worüber man an einem Ort wie diesem reden darf. Und kaum ein Spielprinzip zeigt so schön, wie Ideen über Jahrzehnte weiterwandern, wie das einfache Überqueren einer Straße.

Frogger: ein Frosch, eine Straße, ein Klassiker

1981 brachte Konami einen Automaten in die Spielhallen, dessen Aufgabe sich in einem Satz erklären ließ: Bring den Frosch heil über die Straße und den Fluss. Autos, Lastwagen, treibende Baumstämme – mehr brauchte es nicht. Frogger wurde zu einem der bekanntesten Arcade-Spiele überhaupt, gerade weil jeder sofort verstand, worum es ging, und trotzdem nie ganz sicher sein konnte, ob der nächste Schritt der richtige ist.

Dieses Gefühl – ein Schritt nach vorn, kurz innehalten, Verkehr beobachten, weiter – hat sich als erstaunlich zeitlos erwiesen. 2014 griff das Smartphone-Spiel „Crossy Road“ die Idee in klotziger Pixelgrafik wieder auf und machte sie einer ganz neuen Generation bekannt. Statt eines Frosches hüpfte nun meist ein Huhn über endlose Straßen, Gleise und Flüsse.

Vom Spielautomaten ins Online-Casino

Inzwischen ist das Prinzip in einer ganz anderen Ecke der Spielewelt angekommen: bei sogenannten Crash-Spielen, wie sie Online-Casinos anbieten. Ein bekanntes Beispiel ist „Uncrossable Rush“ des Studios Evoplay. Auch hier geht es darum, eine Figur über mehrere Fahrspuren zu bringen. Der Unterschied: Mit jeder geschafften Spur steigt ein Multiplikator, und der Spieler entscheidet selbst, wann er aufhört und den bisherigen Gewinn mitnimmt – oder ob er noch eine Spur riskiert.

Aus der Geschicklichkeitsfrage „Schaffe ich es rüber?“ wird so eine Entscheidungsfrage: „Höre ich jetzt auf?“. Das Spiel gibt es inzwischen in mehreren Fassungen, darunter eine weihnachtliche und eine Oster-Version. Wer sich für das Spielprinzip, die Unterschiede der Versionen und die kostenlose Demo interessiert, findet auf uncrossablerush.com.de einen ausführlichen Überblick auf Deutsch.

Warum uns solche Spiele faszinieren

Interessant ist, wie wenig sich der Kern über vierzig Jahre verändert hat. Die Grafik ist bunter geworden, die Figuren cartoonhafter, die Plattformen haben gewechselt – vom Münzautomaten über die Konsole bis zum Smartphone. Die Spannung aber entsteht immer noch aus demselben Moment: dem kurzen Zögern vor dem nächsten Schritt. Darin ähneln Spiele übrigens einer guten Lesung oder einem Konzert: Es ist die Pause vor dem nächsten Ton, die uns den Atem anhalten lässt.

Ein Wort zur Vorsicht

So harmlos die Optik wirkt: Crash-Spiele in Online-Casinos werden mit echtem Geld gespielt und sind Glücksspiel. Sie sind ausschließlich für Erwachsene ab 18 Jahren gedacht. Wer spielt, sollte sich vorher ein festes Budget setzen und es nicht überschreiten. Hilfe und einen Selbsttest bietet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung unter check-dein-spiel.de.

Ob am Spieltisch, in der Spielhalle von damals oder auf dem Bildschirm von heute – gute Spielideen überdauern ihre Zeit. Und manchmal lohnt es sich, kurz innezuhalten, bevor man die Straße überquert.

Ein Gastbeitrag.